Antifaschismus in die Offensive 14.4

Antifaschismus in die Offensive

Polizeipräsident Gregor lange ermöglicht den Faschisten eine Route durch die Innenstadt und prügelt Protest nieder – 4000 Menschen bei Gegenprotest.

Für den 14. April hatten die faschistischen Strukturen aus Dortmund zu einer europaweiten Demo aufgerufen. Sie mussten anscheinend schnell feststellen, dass ihre Demo keinesfalls europaweiten Charakter erlangen wird und ruderten mehrmals zurück, bis sie sich auf einen regionalen Charakter beriefen. Trotz des regionalen Charakters fanden sich am Ende rund 600 Faschisten in Dortmund ein, darunter einige Delegationen, unter anderem aus Russland, Bulgarien und Frankreich.

Während die Faschisten nach und nach am Bahnhof eintrafen, versuchten mehrere hunderte, engagierte Antifaschisten die Route zu blockieren. Leider wurde, wie zuvor angekündigt, jeglicher zivile Ungehorsam unterbunden, woraus Katz- und Mausspiele mit den Repressionsbehörden entstanden, bei denen einige Antifaschisten durch rabiates Vorgehen der Bullen verletzt wurden. Durch offensives Vorgehen schafften es einige Antifaschisten trotzdem wenigstens in Sicht und Hörweite der Route zu gelangen und so klar Position gegen die ewiggestrigen Faschisten zu beziehen.

Während einige, größere Gruppen von Antifaschisten noch versuchten auf die Demoroute zu gelangen, formierte sich an der Haltestelle Dortmund Stadthaus die angekündigte 14 Uhr Demo. Ursprünglich planten die Veranstalter mit dieser Demo nach Dorstfeld zu laufen, was von staatlicher Seite unterbunden wurde, sodass eine Route bis zur Haltestelle Dortmund West S gewählt wurde.
Die Demo wuchs schnell auf 1500 Menschen an, die sich überwiegend klar internationalistisch und revolutionär positionierten. Zusammen mit den Genossen des Roten Aufbaus Burg und Hamburg, der West Antifa Connection, Antifaschistischen Jugend Göttingen und Antifaschistischen Linken International Göttingen stellten wir uns in einem gemeinsamen, revolutionären Block auf, den wir durch einige Transpis und einen Hochhalter gut in Szene setzen konnten. Entschlossen und offensiv zogen wir so, teilweise als Speerspitze der Demo, mit einem revolutionären Ausdruck durch die Dortmunder Innenstadt bis zur Haltestelle Dortmund West S. Leider zeigte auch hier die Repressionsbehörde wieder ihre Fratze, und zog einen Genossen aus dem Demozug, unter der Beschuldigung er hätte Pyrotechnik abgebrannt. Nachdem der Genosse wieder freigelassen wurde, zog die Demonstration weiter.

Insgesamt war dieser Tag ein Tag der Offensive und geprägt durch revolutionäre Inhalte. Obwohl der Staat jegliche Blockadeversuche zu unterbinden wusste, konnten Antifaschisten ihre Positionen gekonnt auf die Straße tragen, und einer oftmals unpolitischen Demo einen revolutionären Charakter verleihen. Doch wir werden nicht nachlassen! Dort wo das braune Faschistenpack marschieren wird, egal ob in Kandel, Dresden oder Hamburg, werden auch wir sein, und wir werden ungemütlich und laut sein.

Antifaschismus in die Offensive!

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