NEIN ZU OLYMPIA! DIE SPIELE DER REICHEN VERHINDERN!

NEIN ZU OLYMPIA! DIE SPIELE DER REICHEN VERHINDERN!

Am 29. November lässt der Hamburger Senat die Wahlberechtigten darüber abstimmen, ob sich die Stadt für die Olympischen Spiele 2024 bewerben soll oder nicht. Thomas Bach, der deutsche Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) will „die Athleten nur in Städte schicken, in denen sie willkommen sind“. Die Regierung der Stadt will daher, dass mindestens 65 Prozent der HamburgerInnen für Olympia stimmen. Heilsbringer Olympia? Trotz einer flächendeckenden und teuren PrOlympia-Kampagne der bürgerlichen Parteien und der Handelskammer ist es seit Beginn des Jahres nicht gelungen, der Hamburger Bevölkerung das „wichtigste Projekt des deutschen Sports seit der Wiedervereinigung“ (Alfons Hörmann, Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes) schmackhafter zu machen. Denn der Klassencharakter des Mega-Events ist zu offensichtlich, als dass er durch die Lüge von nachhaltigeren, transparenteren und kostengünstigeren Spielen überdeckt werden könnte. In London waren zum Beispiel vor den Spielen 2012 öffentliche Ausgaben von 2,6 Milliarden Euro veranschlagt worden. Am Ende waren es über 28 Milliarden Euro, und keines der ökologischen oder sozialen Versprechen wurden eingelöst. Instrument kapitalistischer Stadtentwicklungspolitik Olympische Spiele sind, wie der deutsche Koordinator der Sommerspiele von London 2012 Klaus Grewe sagte, eine „wunderbare Beschleunigung“ – und zwar für alle Prozesse kapitalistischer Stadtentwicklungspolitik, bei der die Profite privatisiert und Verluste sozialisiert werden. Wie die Elbphilharmonie ist Olympia eines jener Leuchtturmprojekte, die die bürgerlichen Parteien als Joker im neoliberalen Standortwettbewerb der Metropolen betrachten. Schließlich wären, so der Präsident der Handelskammer, die „Spiele to hus“ für die Hamburger Wirtschaft „eine großartige Chance, Deutschland als guten Gastgeber und Hamburg der Welt als vielfältige, lebenswerte und leistungsstarke Metropole zu präsentieren“. Klassenprojekt Olympia Der Unternehmensverband Hafen nutzt bereits die Olympischen Spiele dazu, sich von der Stadt für...

Griechenland- Sozialismus oder Barberei!

Die unfassbare Situation in Griechenland – ein ganzer Staat wird ausverkauft, der Lebensstandard der Bevölkerung mit äußerster Brutalität gesenkt, der Arbeitsmarkt noch weiter entfesselt, die Märkte weitestmöglich für ausländische Investoren geöffnet, ein ganzes Volk in den physischen und psychischen Ruin getrieben – lässt nur einen Schluss zu: Die europäische Linke ist einer Situation der Schwäche, sowohl in Deutschland als auch in Griechenland. Und mit Linke meinen wir nicht die Autonomen, die in Athener Seitenstraßen schöne Youtube-Videos mit Brandbomben abgeben, Parteien die auf parlamentarischer Ebene, die die sozialen Auswirkungen der Krise versuchen abzuschwächen oder etwa die Leute, die zwischen Hamburg und München jedes Wochenende Nazis hinterher fahren. Sie mögen richtige Intentionen haben und solidarische GenossInnen sein, aber die absolut wichtigste und notwendigste aller Aufgaben haben sie sich leider nicht zum Ziel gesetzt: Aufbau einer Bewegung der Arbeiterklasse, die in der Lage ist eine Revolution durchzuführen und die bestehende Ordnung aufzuheben. Schon 1916 verlautbarte Rosa Luxemburg „Sozialismus oder Barbarei“, ein Zitat das seine Richtigkeit seitdem leider oft genug unter Beweis gestellt hat und es bei der aktuellen Situation in Griechenland wieder tut. Setzen wir also alles daran eine kommunistische Bewegung aufzubauen, eine sozialistische Revolution zu erkämpfen und Menschen in Zukunft solche unerträglichen Spardiktate des Kapitals zu ersparen, damit sie ihr Leben leben und genießen können. Sozialismus oder...

Unser Redebeitrag zur Zeitarbeit (1.Mai)

…diese Rede sollte am 1. Mai gehalten werden, aber wegen den Bullenangriffen war uns dies nicht möglich, deshalb veröffentlichen wir sie hier… Wenn ich im Branchenbuch der Stadt Hamburg den Begriff Zeitarbeit suche, wisst ihr wie viele Einträge es gibt? 171! Allein in der Stadt Hamburg sind 171 Zeitarbeitsfirmen eingetragen. Firmen, die nicht mit verschiedensten produzierten Waren handeln, sondern lediglich mit einer Ware! Der Ware Arbeitskraft! Das mag auf den ersten Blick abstrakt wirken, doch die Situation der Betroffenen ist alles andere als abstrakt, sie ist erschreckend real. Arbeiterinnen und Arbeiter werden vom Arbeitsamt genötigt fast jeden Job anzunehmen, der Ihnen angeboten wird. Vollkommen gleich, wie hart die Arbeitsbedingungen durch Akkord- und Schichtarbeit sind und vollkommen gleich wie erbärmlich sie dafür entlohnt werden. Das Arbeitsamt hat sich somit zum Mittäter gemacht, da es auch weiterhin massenhaft Arbeiterinnen und Arbeiter an Zeitarbeitsfirmen vermittelt und nachdem sie dort nichtmehr gebraucht werden wieder in Hartz4 abschiebt. Ein trauriger Kreislauf der rücksichtslosen Verwertung von Arbeitskraft und damit Menschenleben. Die Profiteure dieses Systems sitzen in den Chef-Etagen großer Unternehmen. Ihnen genügt ein Anruf bei den verbrecherischen Ausbeutern der Zeitarbeitsfirmen um neue Arbeitskräfte zu bestellen und genauso ein Anruf um sie wieder vor die Tür zu setzen. Für die Arbeiterinnen und Arbeiter bedeutet dies, teilweise täglich ihren Arbeitsplatz zu wechseln. Sie haben keinen festen Kreis an Kollegen, der solidarisch zusammensteht. Sie haben keinerlei finanzielle Sicherheit im Leben. Sie sind dem Unternehmen in dem sie gerade arbeiten schutzlos ausgeliefert und aufgrund der permanenten Jobangst trauen sich die allermeisten nicht gegen die miserablen Arbeitsbedingungen aufzustehen. Die Ausbeuter nutzen diese Taktik auch um die Arbeiterklasse weiter zu spalten,...

Solidarität mit allen Streikenden

Streik in Deutschland? Und es geht auch wirklich nicht um Bier, Benzin oder Bananen? Ja, das gibt es auch! Solidarität mit allen Streikenden Menschenmassen mit Transparenten vor den Gewerkschaftshäusern, stehende Züge in den Bahnhöfen, geschlossene Kindergärten und liegen gebliebene Briefe. Man mag es kaum glauben, aber es wird wieder gestreikt im Lande! Nachdem die Kolleginnen und Kollegen der Lokführer Gewerkschaft (GdL) bereits in den letzten Monaten bewiesen haben, dass sie sich nicht alles gefallen lassen, zeigen seit mehreren Wochen nun auch die Angestellten der Kindergärten und seit kurzem auch die Mitarbeiter der Deutschen Post, wo die Grenzen des ertragbaren sind. Mögen die konkreten Gründe für die Streiks auch verschieden sein, so ist die Aussage doch klar: alles lassen die Arbeiter und Arbeiterinnen in diesem Land nicht mit sich machen und beweisen damit klare Kante gegen die weitere Prekarisierung der Arbeit in Folge der neoliberalen Politik der Bundesregierung. Jahrzehntelang wurden die Arbeiterinnen und Arbeiter durch die opportunistische Politik der DGB Gewerkschaften weitgehenend vom Ausstand abgehalten. Unter dem Begriff „Sozialpartnerschaft“versuchten rechte Gewerkschaftsfunktionäre und Sozialdemokraten gemeinsam mit den Mächtigen der Wirtschaft die Klassengegensätze zu verschleiern. Doch wo unlösbare Gegensätze aufeinandertreffen, da kann es keinen Konsens geben, zumindest nicht auf Dauer und so kam es wie es kommen musste und einzelne Berufsgruppen setzen sich zur Wehr. Natürlich darf man diese Ereignisse nicht überbewerten, weder stehen uns in naher Zukunft Verhältnisse wie in Südeuropa bevor, noch wird den Reichen und Mächtigen mit einem Generalstreik gedroht. Aber was nicht ist, kann bekanntlich noch werden und wird sind überzeugt: Es wird passieren und die Verhältnisse werden ins Wanken geraten! Um für diesen Moment gewappnet zu sein,...

Für einen roten Aufbau!

Moin, endlich ist es soweit, wir nennen uns nicht nur um, sondern ziehen damit einen Schlussstrich und gleichzeitig starten wir einen neuen Angriff auf Staat und Kapital! Hier bekommt ihr unser Selbstverständnis als PDF: fuer-einen-roten-aufbau Für einen roten Aufbau! Nach einem längeren Diskussionsprozess sind wir der Meinung, dass wir sowohl einen Schlussstrich als auch einen neuen Anfang brauchen; dabei beginnt der Kampf jedoch nicht komplett neu. Wir knüpfen an unsere Erfolge aus den letzten Jahren an, in denen wir viele Menschen zu Aktionen bewegt, der Jugend sozialistische Bildung vermittelt und dem einen oder anderen politischen Gegner entgegengetreten sind.  Nun wird es jedoch Zeit das Projekt „Rote Szene Hamburg“ zu beenden. Wir haben neben den Erfolgen aber auch Fehler gemacht. Eine Zeit lang drohten wir durch falschen Einfluss in Dogmatismus und Sektenwesen abzurutschen. Dabei war unsere Praxis eher identitätsstiftend als eine Politik zu entwickeln, die fähig war in Kämpfe bewusst einzugreifen und für unsere Klasse Position zu beziehen. Viel mehr hat man sich mit seiner absoluten Wahrheit abgeschottet, damit eine eigene Realität nach innen geschaffen und sich in Nebenschauplätzen verloren. Dies führte zu einem sektiererischen Verhalten gegenüber anderer Personen und Gruppen. Wir wollten raus aus der linken Szene, haben aber unsere eigene geschaffen. Deshalb sehen wir die Notwendigkeit eines neuen Organisationsansatzes, welcher offener für interessierte Menschen ist und sie schneller in praktische Arbeit einbinden kann. Dies ist unmittelbar mit einem neuen sozialen Zentrum verbunden, welches in  nächster Zeit von uns, zusammen mit anderen GenossInnen, eröffnet werden soll. Ein Anlaufpunkt für revolutionäre Politik fehlt in dieser Stadt, diesen Missstand wollen und müssen wir auch mit der Umgestaltung unserer Gruppe angehen. Uns geht...
Seite 7 von 7« Erste...34567