„Alle auf die Straße!“ Aber warum demonstrieren?

„Alle auf die Straße!“ Aber warum demonstrieren?

Warum demonstriert man? Demonstrationen sind seit Jahrhunderten ein Mittel um politische Inhalte auf die Straße zu tragen und damit möglichst vielen Menschen nahe zu bringen. Sie müssen ihrem Charakter nach also ansprechend für das Zielpublikum gestaltet sein. Organisiert werden sie in der Regel von Gruppen, Parteien oder anderen Verbünden, allein des Aufwands wegen. Es muss dabei aber darauf geachtet werden sie so offen zu gestalten, dass jede Person, die sich dem Thema verbunden fühlt die Möglichkeit hat daran teilzunehmen und diese zu unterstützen. Oftmals reicht für die Teilnahme nämlich auch nur eine emotionale Verbundenheit mit dem Ziel der Demonstration. Warum plant man? Demonstrationen können, was ihren Ablauf angeht, sehr unterschiedlich sein. Das Ziel bleibt aber immer seine Inhalte zu verbreiten. Im Vorfeld braucht es also eine gute Planung, selbst wenn es sich um eine spontane Demonstration handelt. Wie sonst sollten potenzielle TeilnehmerInnen auch davon erfahren? Wer also zu Spontis aufruft und Leute dahin mobilisiert, sollte im Vorfeld neben Ort und Datum den geplanten Charakter und Ablauf mitteilen. Wie sollte nicht demonstriert werden? Wie konkret soll man aber die Außenwirkung gestalten und wie die Inhalte richtig vermitteln? Allgemein gilt auch bei emotionalen Themen wohl überlegt zu handeln, um klar und verständlich aufzutreten und sich und andere nicht unnötigen Gefahren auszusetzen. Das Ziel der Demonstration auf eine Thematik und seinen Standpunkt dazu aufmerksam zu machen, wird oftmals durch die Ereignisse und den Charakter der Demo in den Schatten gestellt. Man sollte also genau überlegen, was auf der Demo passieren soll und wie diese ablaufen soll. Ein kämpferischer Charakter kann zum Beispiel durch einen entschlossenen Auftritt, laute Parolen und auch Pyrotechnik erreicht...
Antifaschistische Stadtteilarbeit aufbauen

Antifaschistische Stadtteilarbeit aufbauen

Antifaschistischen Selbstschutz organisieren, eine Zusendung der Antifa 57 aus Hamburg Schnelsen: „Nachdem am Anfang des Jahres eine weitere Flüchtlingsunterkunft in Schnelsen gebaut wurde hatten wir die Befürchtung, dass es auch hier zu rassistischen Protesten kommen könnte. Da wir auf den Infoveranstaltungen keine großen Proteste beobachten konnten, waren wir umso verwunderter als letzten Monat Nazipropaganda in Form von Stickern und Schmierereien auftauchte. Wir fassten also kurzerhand den Entschluss uns zu organisieren und uns dem entgegen zu stellen. Wir entfernten sticker und ersetzten sie durch unsere und verschönerten ein paar Wände um klar zu stellen dass es in unserem Viertel kein Platz für rassistische Hetze gibt.“ Antifaschistische Stadtteilarbeit aufbauen. Antifa...

Refugees Welcome Graffiti

Ein Auszug aus unserem Selbstverständnis: „Ihr könnt keinen Kapitalismus ohne Rassismus haben“  Der Rassismus geht bei der Betrachtung der Menschen davon aus, dass sich die Menschheit in verschiedene „Rassen“, welche alle über ihre eigenen genetischen wie historisch gewachsenen Merkmale verfügen, unterteilen lässt. Bei den angeblich historisch gewachsenen Merkmalen sind besonders nationale, religiöse und kulturelle Herkunft von entscheidender Bedeutung. Diese Einteilung der Menschen durch den Rassismus führt dann zu einer Bewertung der verschiedenen „Rassen“ und schafft so die Grundlage für die Herabwürdigung anderer, während die eigene Identität als Zugehöriger zu einer bestimmten „Rasse“ gestärkt wird. Für den Kapitalismus ist dieser Umstand äußerst nützlich. Der Rassismus als eine Form der vermehrten Konkurrenz innerhalb der Arbeiterklasse vergrößert dessen Spaltung. Verwertbare Menschen werden im Ausland abgeworben, dadurch werden die jeweiligen Herkunftsländer indirekt in Unterentwicklung gehalten, auf der anderen Seite wird dann in Deutschland nicht mehr ausreichend in Bildung investiert, weil sich das Kapital sein Menschenbedarf wo anders beschafft. MigrantInnen dienen auf verschiedenste Weise so als Sündenböcke für gesellschaftliche Probleme. Der Zorn der Arbeiterklasse kanalisiert sich so von der herrschenden Klasse auf eine rassistisch definierte Minderheit. Rassismus spaltet also Menschen, die eigentlich die gleichen Bedürfnisse und Interessen haben, in verschiedene, sich feindlich gesinnte Lager. Natürlich versuchen Menschen, sich aus dem vom Imperialismus geschaffenem Elend der „Dritten Welt“ zu retten und machen sich auf den Weg in die westlichen Metropolen. Falls sie es bis hierhin schaffen, werden sie in Lager gesperrt und durch den institutionellen Rassismus terrorisiert. Die Flüchtlinge werden in eine Situation gedrängt, in der ihnen weder die Almosen des Staates reichen noch legale Zuverdienstmöglichkeiten bleiben. Praktisch in die Kriminalität gedrängt, werden sie so...
Streetart – Sprache einer Jugendkultur

Streetart – Sprache einer Jugendkultur

Streetart ist die Sprache der Jugend für die Straße. Sie kann von allen Menschen an jedem Ort eingesehen werden, unabhängig davon welcher Klasse sie angehören oder welchen gesellschaftlichen Stand sie haben, sie wird niemandem vorenthalten. Somit gilt sie nicht nur als Kunstplattform, sondern vermittelt gleichzeitig politische Misstände. Wir werden hier in Zukunft zugesendete Streetart veröffentlichen, um Menschen eine Plattform abseits der Norm zu bieten um ihre Kreativität, Kunst und Kämpfe zu unterstützen. Wir freuen uns über jede Zusendung. Die Straße frei der roten...