{"id":251,"date":"2015-08-10T15:20:20","date_gmt":"2015-08-10T13:20:20","guid":{"rendered":"http:\/\/roter-aufbau.de\/?p=251"},"modified":"2020-02-11T15:21:21","modified_gmt":"2020-02-11T14:21:21","slug":"251","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/roter-aufbau.de\/?p=251","title":{"rendered":"HAMBURG wird RECHTSFREI!"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 12.9. will ein Mob von Rechtspopulisten, Nazihools und Faschisten in Hamburg aufmarschieren und ihren \u201eTag des deutschen Patrioten\u201c begehen. Dieser h\u00e4sslichste Teil der Gesellschaft entspringt nicht irgendwelchen Randph\u00e4nomenen, sondern ist die Konsequenz einer Gesellschaft, die sich nach au\u00dfen immer mehr abschottet und nach innen auf h\u00e4rteste Konkurrenz setzt. Wenn die b\u00fcrgerlichen Parteien gegen Fl\u00fcchtlinge hetzen, dann gedeiht eben auch rassistisches Gedankengut, wie Pegida oder HoGeSa demonstrieren. Doch Rassismus und Fremdenfeindlichkeit haben die Nazis nicht f\u00fcr sich gepachtet. Es f\u00e4ngt schon damit an, dass Geflohene in dieser Stadt, wie die Lampedusa-Fl\u00fcchtlinge, nicht willkommen gehei\u00dfen sondern anstatt dessen verfolgt werden und auf der Stra\u00dfe leben m\u00fcssen. Das Asylrecht wird weiter eingeschr\u00e4nkt und es brennen Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnfte, in der b\u00fcrgerlichen Presse ist dies kaum der Rede wert; lieber werden mit dem \u201ePleitegriechen\u201c oder der \u201eAsylflut\u201c rassistische Ressentiments gesch\u00fcrt. B\u00fcrgerliche Politik und rechte Gewalttaten k\u00f6nnen sich somit unauff\u00e4llig hochschaukeln, verwiesen wird auf den jeweils anderen. Wenn b\u00fcrgerliche Politiker mit Stammtischparolen gegen den Islam hetzen und Nazis dann Moscheen und Fl\u00fcchtlingsheime anz\u00fcnden, ist dies die Fortsetzung der gleichen Fremdenfeindlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klassenkampf und Deutschlandtrikot<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Sommerm\u00e4rchen 2006, die WM in Deutschland, war nicht seit dem Ausscheiden der Nationalmannschaft ein Albtraum, sondern von Anfang an. Hier wurde ein neuer Nationalstolz propagiert, denn nun war man wieder jemand, man war Deutschland. An diesen Partynationalismus setzten die letzten HoGeSa Demonstrationen an und versuchten die Sportbegeisterung f\u00fcr ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Sport sollte so ein neues \u201eWir\u201c-Gef\u00fchl wecken, dieses \u201eWir\u201c w\u00e4re von anderen bedroht und m\u00fcsse besch\u00fctzt werden. Mit dem Islam und den Menschen, die vor Armut und Krieg hierher fliehen, haben die selbsternannten Vaterlandsverteidiger ihren rassistisch definierten Feind bereits seit langem gefunden. Doch wer ist dieses \u201eWir\u201c worauf sich von den b\u00fcrgerlichen Parteien bis zu den Kameradschaften alle beziehen? Ist es ein \u201eWir\u201c der Gleichberechtigung, der Klassenlosigkeit oder der Solidarit\u00e4t? Nein! Du und dein Chef beispielsweise haben wirklich nichts gemeinsam. Ihr habt weder die gleichen Sorgen, noch die gleichen Tr\u00e4ume. W\u00e4hrend er sich wegen unserer Ausbeutung immer mehr bereichert, schuften wir um Miete zu zahlen und \u00fcber die Runden zu kommen. Da sollte es uns herzlich egal sein, welchen Pass unser Chef hat oder welcher Sportmannschaft er zujubelt. Die Widerspr\u00fcche unserer Gesellschaft scheiden sich eben nicht an nationalen Grenzen, sie sind global, denn die Kapitalisten wechseln unter anderem ihre Fabrikstandorte dahin, wo es f\u00fcr sie am billigsten ist. Nur uns wollen sie erz\u00e4hlen, dass \u201eWir\u201c ein gemeinsames \u201edeutsches\u201c Interesse h\u00e4tten, damit wir nicht die wahren Gr\u00fcnde unserer Probleme entlarven, sondern uns Migranten, Fl\u00fcchtlinge und andere Nationen als Feinde ausmachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber der migrantische Mitarbeiter hat mehr mit dir gemeinsam als dein deutscher Vorarbeiter. Die kapitalistischen Verh\u00e4ltnisse werden immer von neuem rassistisches Denken produzieren. Kapitalistische Konkurrenz produziert eben immer ein nach oben buckeln und nach unten treten. So werden vermeidlich Fremde f\u00fcr gesellschaftliche Probleme als S\u00fcndenb\u00f6cke benutzt. Der berechtigte, jedoch ungerichtete Hass auf die herrschenden Verh\u00e4ltnisse wird von den Profiteuren dieser auf eine rassistisch definierte Minderheit gelenkt und die Menschen in verschiedene sich feindlich gesinnte Lager gespalten, die eigentlich die gleichen Bed\u00fcrfnisse haben. Denn wenn die Menschen erkennen, dass die Grenze nicht zwischen V\u00f6lkern verl\u00e4uft sondern zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten, ist das Ende ihrer Wirtschaftsordnung nahe.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter anderem aus diesen Gr\u00fcnden muss konsequenter Antifaschismus auch immer die kapitalistischen Verh\u00e4ltnisse benennen und angreifen! Auch wenn der Staat sich hier und da \u201ebesorgt\u201c zeigt \u00fcber rassistische Gewalt oder gelegentlich gegen sie vor geht, so stehen der Staat und Nazis doch auf derselben Seite der Barrikade. die staatlich unterst\u00fctzen Verbrechen des NSU haben diese Tatsache mehr als verdeutlicht. Die Nazis sehen sich dabei als die, manchmal noch ungewollte, Speerspitze von Nation und Staat. Wenn dieser b\u00fcrgerliche Staat aber den Kapitalismus in Gefahr sieht, dann ist f\u00fcr ihn der Faschismus eine systemerhaltene Option.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Organisiert den antifaschistischen Selbstschutz!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen uns weder auf die Bullen noch auf andere Hunde der Herrschenden verlassen, denn sie sind selber ein Teil des Problems. So arbeiten Bullen nach rassistischen Bildern, nach dem \u201eSchwarze\u201c und \u201eS\u00fcdl\u00e4nder\u201c Drogendealer und Gewaltt\u00e4ter sind. In letzter Zeit wurde auch bekannt, dass Polizisten Fl\u00fcchtlinge in Gewahrsam gefoltert und gequ\u00e4lt haben oder dass ganze Bulleneinheiten bei Naziorganisationen Mitglied waren. Dieser Staat unterst\u00fctzt systematisch rechtsradikale Gruppen, finanziell wie personell. Deshalb m\u00fcssen wir uns und unsere Nachbarschaft selbst vor diesen Gruppen sch\u00fctzen! Dabei ist Hamburg schon lange kein rotes Pflaster f\u00fcr Nazis mehr. Im Umland versuchen verschiedene rechte Banden, Linke und Migranten einzusch\u00fcchtern und zu verdr\u00e4ngen. Auch wenn sich die Faschisten nicht offen in Szenestadtteilen zeigen oder Aktionen durchf\u00fchren k\u00f6nnen, leben in Hamburg viele Neonazis und beteiligen sich an bundesweiten Aktionen. Wir m\u00fcssen diesen Umtrieben endlich entgegentreten, nicht nur wenn Nazis eine Gro\u00dfveranstaltung planen. Aber am 12.9. versuchen die Nazis ein Zeichen zu setzen und Hamburg f\u00fcr sich zu beanspruchen. Wir werden ihnen mit allen Mitteln zeigen, dass ihre Zeichensetzung falsch ist, denn Hamburg sieht nicht nur am 1.Mai rot, sondern immer auch dann, wenn rechtes Gesindel in unserer Stadt auftritt. Wir kennen die Stra\u00dfen dieser Stadt und werden ihnen entschlossen zeigen, dass es unsere Stra\u00dfen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Hetzjagd auf Nazis bis zum Kommunismus!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 12.9. will ein Mob von Rechtspopulisten, Nazihools und Faschisten in Hamburg aufmarschieren und ihren \u201eTag des deutschen Patrioten\u201c begehen. 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