{"id":885,"date":"2023-04-24T11:39:27","date_gmt":"2023-04-24T09:39:27","guid":{"rendered":"https:\/\/roter-aufbau.de\/?p=885"},"modified":"2023-04-24T11:39:27","modified_gmt":"2023-04-24T09:39:27","slug":"revolutionaerer-1-mai-in-hamburg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/roter-aufbau.de\/?p=885","title":{"rendered":"Revolution\u00e4rer 1.Mai in Hamburg"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"entry-title\">Krieg, Klima, Krise \u2013 Wie es ist, darf es nicht bleiben!<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-887 aligncenter\" src=\"http:\/\/roter-aufbau.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/1-M23-Plakat-web-213x300.jpg\" alt=\"\" width=\"213\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/roter-aufbau.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/1-M23-Plakat-web-213x300.jpg 213w, http:\/\/roter-aufbau.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/1-M23-Plakat-web-727x1024.jpg 727w, http:\/\/roter-aufbau.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/1-M23-Plakat-web-768x1082.jpg 768w, http:\/\/roter-aufbau.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/1-M23-Plakat-web-1090x1536.jpg 1090w, http:\/\/roter-aufbau.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/1-M23-Plakat-web-250x352.jpg 250w, http:\/\/roter-aufbau.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/1-M23-Plakat-web.jpg 1181w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><br \/>\nDie heutige Welt ist gepr\u00e4gt von absurden Kontrasten. W\u00e4hrend knapp eine Milliarde Menschen Hunger leiden, horten einige wenige Superreiche mehr als die H\u00e4lfte des gesamten Reichtums. Der menschengemachte Klimawandel zerst\u00f6rt den Lebensraum zahlreicher Menschen. Andere werden in Kriegen verheizt oder aus ihrer Heimat vertrieben.<\/p>\n<p>Auch in den reichen L\u00e4ndern Europas klafft die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinander. Deutschlands Niedriglohnsektor w\u00e4chst und somit erh\u00e4lt ein Teil der Arbeiter:innenklasse weniger Lohn, als sie zur Reproduktion ihrer eigenen Arbeitskraft ben\u00f6tigt. Forderungen nach h\u00f6heren L\u00f6hnen werden ausgeschlagen, geschlichtet oder im Hinterzimmer verhandelt. Die zumeist ern\u00fcchternden Ergebnisse dieser Verhandlungen werden als Erfolge verbucht, obwohl sie noch nicht einmal die gestiegenen Lebenshaltungskosten infolge der hohen Inflation ausgleichen. Nach 50 Jahren Vollzeitarbeit m\u00fcssen Menschen Pfandflaschen sammeln gehen, weil ihre Rente kaum zum \u00dcberleben reicht.<\/p>\n<p>Besonders Frauen sind von Altersarmut betroffen und das, obwohl sie meist ihr Leben lang doppelt ausgebeutet werden: durch die unbezahlte Haus- und Sorgearbeit auf der einen und die unterbezahlte Lohnarbeit auf der anderen Seite. Noch dazu sind sie allt\u00e4glich sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Die patriarchale Kultur spielt dem Kapital in die H\u00e4nde: Frauen sollen klein gehalten werden und weiterhin gratis die Ware Arbeitskraft wiederherstellen.<\/p>\n<p>Im Jahr 2022 sind die Reall\u00f6hne der Besch\u00e4ftigten in der BRD so stark gefallen, wie noch nie in der Geschichte zuvor. Gleichzeitig erreichten die Dividenden der gr\u00f6\u00dften deutschen Konzerne ihr Rekordhoch. Waren es in der Corona Pandemie noch die Pharmakonzerne und Onlineversandh\u00e4user, die sich die Taschen voll machten, so sind es nun die internationalen R\u00fcstungs- und Energiekonzerne, die von dem Krieg in der Ukraine profitieren. Von Krise zu Krise l\u00e4sst sich ausnahmslos eine Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit feststellen: Die Bonzen werden fetter und die Armen werden \u00e4rmer oder gehen sogar drauf. W\u00e4hrend die Arbeiter:innenklasse in Deutschland kampfbereit ist, wie schon lange nicht mehr, die Beteiligung an Streiks w\u00e4chst, K\u00e4mpfe miteinander verbunden werden und wirkliche Solidarit\u00e4t entsteht, werden Streikdemos wie hier in Hamburg von den Bullen angegriffen. Gleichzeitig werden die Lohnauseinandersetzungen durch den sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaftsapparat abgew\u00fcrgt. So wird selbst f\u00fcr \u201eAngebote\u201c, die einen Reallohnverlust bedeuten, geworben, um einen unbefristeten Streik zu verhindern. Gleichzeitig hetzen die Schmierbl\u00e4tter der Bonzen im Kanon gegen unsere Klasse.<\/p>\n<p>Bei seinem Streben nach Einfluss macht das deutsche Kapital auch nicht mehr an seinen eigenen Grenzen halt. Die BRD befindet sich in einem imperialistischen Wettkampf mit den anderen Gro\u00dfm\u00e4chten. Der deutsche Imperialismus r\u00fcstet sich erneut f\u00fcr zuk\u00fcnftige milit\u00e4rische Auseinandersetzungen, das Sonderverm\u00f6gen von 100 Milliarden f\u00fcr die Bundeswehr ist nur ein Anzeichen daf\u00fcr. Ebenso ist der Krieg in der Ukraine nur die aktuellste \u00c4u\u00dferung eines Tauziehens zwischen der NATO und Russland um die Macht. Wenn Olaf Scholz von einer \u201cZeitenwende\u201d spricht, hat er die letzten Jahrzehnte wohl verpennt. Ab 1991 tobte \u00fcber zehn Jahre lang ein Krieg auf dem Balkan. Auch verschlie\u00dft er seine Augen vor all den anderen Kriegen auf der Welt, an denen nicht selten die NATO beteiligt ist und Deutschland ganz nebenbei selbst durch Waffenlieferungen profitiert.<\/p>\n<p>Menschen, die vor deutschen Waffen fl\u00fcchten, ertrinken weiterhin im Mittelmeer, werden von hier aus zur\u00fcck in Kriegsgebiete abgeschoben oder, wenn sie einmal bleiben d\u00fcrfen, Opfer von rassistischer Gewalt und im Niedriglohnsektor \u00fcberausgebeutet. Auch in ihren Heimatl\u00e4ndern werden die Arbeitenden durch deutsche \u201eAuslandsinvestitionen\u201c geknechtet. Hier versprechen sich die Bonzen besonders hohe Profite. Grund daf\u00fcr sind \u201cStandortvorteile\u201d, wie zum Beispiel fehlende Arbeitsrechte.<\/p>\n<p>Die Klimakrise wird diese Verh\u00e4ltnisse noch weiter versch\u00e4rfen. W\u00e4hrend viele Orte schon jetzt nicht mehr bewohnt werden k\u00f6nnen, gibt es kein Einlenken. Die Herrschenden sichern nicht das \u00dcberleben der Menschen, sondern versuchen sogar aus dieser Misere noch Profit zu schlagen.<\/p>\n<p>Weltweit gewinnen die Rechten an Macht! Aktuell wird dies besonders in Italien und Israel deutlich. Aber auch in Deutschland schaut der Staat bei Faschisten gerne mal weg.<\/p>\n<p><strong>Wie es ist, darf es nicht bleiben!<\/strong><\/p>\n<p>Weltweit regen sich derzeit Aufst\u00e4nde gegen Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung, gegen Kriege und Krisen, Patriarchat und Kapital. Auch wir begreifen uns als einen Teil dieser Bewegungen.<\/p>\n<p>Vor 100 Jahren wagten Arbeiter:innen in Hamburg den Aufstand. Damals waren ganze Stadtteile f\u00fcr mehrere Tage unter der Kontrolle der K\u00e4mpfenden. An ihren Erfolgen und ihrem Mut gilt es anzukn\u00fcpfen und aus ihren Fehlern zu lernen. Und auch heute, in Zeiten der sich zuspitzenden Krisen, ist eine Zunahme der Kampfbereitschaft der Lohnabh\u00e4ngigen zu beobachten.<\/p>\n<p>Der Kapitalismus ist kein Naturgesetz und er wird sich auch nicht reformieren lassen. Alle Zugest\u00e4ndnisse der Herrschenden wie der 8-Stunden-Tag, waren immer Errungenschaften der k\u00e4mpfenden Arbeiter:innenklasse. Sie sind wichtig f\u00fcr unser Leben im Hier und Jetzt.<\/p>\n<p>Aber noch wichtiger ist es zu erkennen, dass sie nicht das Ende der Fahnenstange sind. Unsere Klasse kann im Kapitalismus nicht frei sein. Es ist an ihr, sich organisiert und mit aller Entschlossenheit vereint gegen die Herrschenden zu erheben und ihre Fesseln zu sprengen.<\/p>\n<p>Eine andere Welt ist m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Heraus zum revolution\u00e4ren 1.Mai!<\/p>\n<p>Weitere Infos:<br \/>\nrevomai.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krieg, Klima, Krise \u2013 Wie es ist, darf es nicht bleiben! 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