Nuit Debout

Nuit Debout

„Wir haben uns lange genug online engagiert. Wer was bewegen will, muss persönlich antreten!“ Mit diesen Worten fasst ein Aktivist der Nuit Debout (Aufrecht durch die Nacht) Bewegung das zusammen, was auch hierzulande mehr politisch engagierte Leute tuen sollten: Den Protest auf die Straße tragen und eine Bewegung aufbauen, die es schaffen kann, gegen die Ungerechtigkeit der herrschenden Klasse anzukämpfen und die Perspektive hat, für eine wirkliche Alternative zu sorgen, antirassistisch, antikapitalistisch und abseits der falschen rechten und neoliberalen Forderungen der AfD. Seit einigen Wochen protestieren in Frankreich täglich tausende Menschen gegen die geplante Arbeitsmarktreform, welche Unternehmen mehr Flexibilität einräumen soll um Jobs zu schaffen doch in Wahrheit Arbeitnehmerrechte aushebeln soll. Aus diesen Protesten formiert sich nun eine Bewegung die es schafft, vorher unpolitische Menschen unterschiedlichster Herkunft, Geschlecht und Altersklasse zu einen und sie auf die Straße zu bringen. Am Beispiel der französischen Linken lässt sich erkennen was in Deutschland versäumt wurde, als tausende Menschen mit irregeleiteten politischen Bewusstsein von den neofaschisten aufgegriffen wurden und den Pegida Demonstrationen etc. hinterherliefen. Auch in Deutschland ist es an der Zeit konkrete Forderungen zu stellen und auf Arbeitskämpfe hinzuweisen, welche täglich geführt werden. Wie die französische Bevölkerung feststellt konnte die ehemalige “sozialistische“ sozialdemokratische Regierung Hollands durch Reformen keine wirkliche Verbessung für die Arbeitnehmer bringen, wie in Deutschland(!). Der Schrei nach Veränderung in Europa wird immer lauter, der Schritt nach vorne sollte jetzt getan werden. Wir sollten uns zusammenschließen gegen soziale Ungerechtigkeit, gegen ein korruptes System, gegen Islamophobie, gegen den täglichen Rassismus. Wir sollten für ein System kämpfen das geschlechtliche Gleichberechtigung bietet, Umweltschutz, eine gerechte Verteilung für alle Mitglileder der Gesellschaft, Marktwirschaftliche Verhältnisse...

Solidarität mit allen Streikenden

Streik in Deutschland? Und es geht auch wirklich nicht um Bier, Benzin oder Bananen? Ja, das gibt es auch! Solidarität mit allen Streikenden Menschenmassen mit Transparenten vor den Gewerkschaftshäusern, stehende Züge in den Bahnhöfen, geschlossene Kindergärten und liegen gebliebene Briefe. Man mag es kaum glauben, aber es wird wieder gestreikt im Lande! Nachdem die Kolleginnen und Kollegen der Lokführer Gewerkschaft (GdL) bereits in den letzten Monaten bewiesen haben, dass sie sich nicht alles gefallen lassen, zeigen seit mehreren Wochen nun auch die Angestellten der Kindergärten und seit kurzem auch die Mitarbeiter der Deutschen Post, wo die Grenzen des ertragbaren sind. Mögen die konkreten Gründe für die Streiks auch verschieden sein, so ist die Aussage doch klar: alles lassen die Arbeiter und Arbeiterinnen in diesem Land nicht mit sich machen und beweisen damit klare Kante gegen die weitere Prekarisierung der Arbeit in Folge der neoliberalen Politik der Bundesregierung. Jahrzehntelang wurden die Arbeiterinnen und Arbeiter durch die opportunistische Politik der DGB Gewerkschaften weitgehenend vom Ausstand abgehalten. Unter dem Begriff „Sozialpartnerschaft“versuchten rechte Gewerkschaftsfunktionäre und Sozialdemokraten gemeinsam mit den Mächtigen der Wirtschaft die Klassengegensätze zu verschleiern. Doch wo unlösbare Gegensätze aufeinandertreffen, da kann es keinen Konsens geben, zumindest nicht auf Dauer und so kam es wie es kommen musste und einzelne Berufsgruppen setzen sich zur Wehr. Natürlich darf man diese Ereignisse nicht überbewerten, weder stehen uns in naher Zukunft Verhältnisse wie in Südeuropa bevor, noch wird den Reichen und Mächtigen mit einem Generalstreik gedroht. Aber was nicht ist, kann bekanntlich noch werden und wird sind überzeugt: Es wird passieren und die Verhältnisse werden ins Wanken geraten! Um für diesen Moment gewappnet zu sein,...