Der 8. März ist für uns kein Feiertag, sondern ein Kampftag wie der 1. Mai. Wir erinnern allen revolutionären Frauen* und tragen ihre Kämpfe weiter aus. Für einen feministischen Klassenkampf!

Wofür gehen wir auf die Straße?
Wir gehen auf die Straße gegen das Patriarchat, Sexismus, Ausbeutung, miese Löhne, für die Anerkennung von Hausarbeit als echter Arbeit, für ein selbstbestimmtes Leben unabhängig von Geschlechterrollen. In dem jetzigen System werden wir diese Widersprüche nicht auflösen können, was bedeutet, dass wir mit eben diesem brechen müssen. Wir wollen eine Welt, in der das Geschlecht keine spaltende Rolle mehr einnimmt, sondern eine Welt, in der wir gemeinsam für ein besseres Morgen stehen.
Der 8.März wurde von der Kommunistin Clara Zetkin ins Leben gerufen und soll ein Signal für alle kämpfenden Frauen* auf der ganzen Welt sein: „Keine Befreiung der Frau ohne Sozialismus, keinen Sozialismus ohne Befreiung der Frau!“. Von Hamburg bis nach Rojava und darüber hinaus soll der Ruf nach Befreiung auf die Straße getragen werden. Dieses Jahr wird der 8. März erstmalig in Deutschland als Streiktag betrachtet und begangen. Auch wenn er wahrscheinlich vorerst nicht die Massenauswirkung wie in Spanien oder Lateinamerika haben wird, stellt er ein Kampffeld dar, mit dem wir solidarisch sind und an dem wir uns in Zukunft beteiligen wollen.

Was bedeutet eigentlich Patriarchat?
Es ist kurz gesagt die Vorherrschaft der Männer, zunächst auf finanzieller Ebene und somit als Führer der Familie, vor allem durch den höheren Lohn, den sie im Gegensatz zu Frauen erhalten. Dazu kommt ein Überbau, eine Kultur der Unterdrückung, in der Sexismus, Vergewaltigung etc. als gewöhnlich akzeptiert werden. Dies gilt es zu durchbrechen. Um diese Kultur der hegemonialen Männlichkeit zu durchbrechen, müssen die Klassenkämpfe konsequent feministisch geführt werden. Das bedeutet, dass die angebliche Freiheit von Männern im Kapitalismus nicht unser Orientierungspunkt ist.
Gleichzeitig können wir uns alle nicht vollständig von kulturellen Merkmalen des Patriarchats frei machen, sondern uns nur Stück für Stück in gegenseitiger solidarischer Reflektion davon entfernen.
Widersprüche heben wir nicht auf in dem wir uns bloß in der linken Szene bewegen, sondern in dem wir versuchen jede* für unseren Kampf zu gewinnen. Dies ist also ein Weg, den wir – frei nach Frigga Haugg – im Gehen erkunden.

In die revolutionäre Offensive! Es lebe der 8. März!
Hier noch ein bundesweiter Flyer von revolutionären Gruppen:
https://perspektive-kommunismus.org/…/befreiung-erkaempfen…/

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