Mietenmove Hamburg

Mietenmove Hamburg

Kommt am Samstag zum MietenMove: 11 Uhr Alma-Wartenberg-Platz (Altona) 13 Uhr Spielbudenplatz (St. Pauli) In Hamburg, der Stadt mit den meisten Millionären Deutschlands, haben zur Zeit ca. 8.000 Menschen keine Wohnung. Mit offi ziell ca. 2.500 leerstehenden Wohneinheiten, nicht benutzten Bürofl ächen von 580.000 m² und einer noch höheren Dunkelziff er wäre genug Wohnraum für alle vorhanden. Die Situation wird durch eine weitere Schweinerei der Hamburger Wohnungspolitik verschärft: Der Bestand an Sozialwohnungen ist in der Hansestadt seit Mitte der 70er Jahre um das Vierfache zurückgegangen. So gab es damals 400.000, heute 100.000 und Schätzungen zufolge 2020 nur noch ca. 60.000 Sozialwohnungen. Dieser verheerende Notstand verläuft parallel zu Milliardeninvestitionen in Städtebauprojekte, wie der Neuen Mitte Altona und der Hafen City, bei denen Wohnraum für reiche Familien und zugezogene Yuppies geschaff en wird. Zeitgleich werden viele Betroff ene durch steigende Mieten aus dem Stadtkern in die Randbezirke vertrieben. Lange Anfahrtswege und der Verlust sozialer Strukturen sind die Folge. Bei steigendem Bedürfnis nach bezahlbaren Wohnungen durch Zunahme prekärer Beschäftigten sowie Zuzug Gefl üchteter sind die Planungsziele des Hamburger Senats nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Dieser Zustand befeuert die Konkurrenzsituation unter den Menschen und lenkt vom gemeinsamen Feind ab. Dem Hamburger Senat geht es nicht um die Bedürfnisse der Betroff enen, sondern um Profi te, Eigenbereicherung und Prestigeobjekte. So drücken sich Immobilienspekulanten im Hamburger Rathaus die Klinke in die Hand. Gemeinsam stecken sie mit Beust, Scholz und nun Tschentscher Milliarden in groß angelegte Bauprojekte, wie dem Zeise 2 und der Elbphilharmonie. Auch die ach so gelobte Mietpreisbremse verhindert nicht, dass die Mieten steigen, sondern verlangsamen nur den Prozess der...
Armut ist kein Zufall, Widerstand auch nicht!

Armut ist kein Zufall, Widerstand auch nicht!

Armut ist kein Zufall, Widerstand auch nicht! „Nicht Naturkatastrophen oder die Begrenztheit von Lebensmitteln und Rohstoffen führen zu dem barbarischen Zustand auf der Welt, sondern die kapitalistische Wirtschaftsweise. Aktuell könnte man bei dem jetzigen Produktionsstand etwa 13 Milliarden Menschen ernähren. Aber in dieser Gesellschaft zählt nicht, dass du ein Mensch bist und hungerst, sondern ob du Geld hast um deine Bedürfnisse zu befriedigen – oder eben nicht. Lebensmittel werden sogar vernichtet, damit die Preise bei Lebensmittelspekulationen nicht fallen und satte Gewinne garantiert sind. Ähnlich verhält es sich mit Kranken; so werden Millionen Menschen medizinisch nicht versorgt, weil Pharmakonzerne ihren Profit sichern wollen. In den westlichen Metropolen steigen aber auch immer weiter die „psychischen Krankheiten“. Die Konkurrenz innerhalb der Klasse führt zu steigender Ausgrenzung und Mobbing. Der Leistungsterror schafft bei den Menschen Angst vor Versagen, dies führt unter anderem zu vermehrten Burn Out – Symptomen oder Depressionen. Ein krankes System bringt vermehrt kranke Menschen hervor und gesund ist jemand, sobald er für die Arbeitswelt funktioniert, auch wenn die Krankheit nicht wirklich genesen ist. So wird die Lage der Menschen, die vom Lohn abhängig sind, immer bedrohlicher. Wer noch einen regulären Job hat, muss befürchten ihn zu verlieren oder mit deutlichen Lohneinbußen zurechtkommen. Viele haben Angst und gehen aus Furcht vor der Kündigung sogar krank zu Arbeit. Viele Belegschaften sind durch ganz unterschiedliche Beschäftigungsverhältnisse, Stundenlöhne und Arbeitsverträge gespalten. Vielen dämmert erst zu spät, dass die eigenen Probleme meistens auch die gleichen Probleme der anderen sind. Viele leben und arbeiten vereinzelt und ohne Bezug zu ihren Mitmenschen. Von oben wird weiterhin versucht, noch mehr zwischen „Stammbelegschaft“, LeiharbeiterInnen und Aushilfen zu spalten oder...
Veranstaltung: Deutscher Kolonialismus. Gestern und heute?

Veranstaltung: Deutscher Kolonialismus. Gestern und heute?

Wir organisieren am 16. Juni mit der Marx-Engels-Stiftung, der Marxistischen Abendschule und Weiteren eine Tagung zum deutschen Kolonialismus mit dem Schwerpunkt Afrika. Unter der Losung „Ein Platz an der Sonne“ versuchte der „zu spät gekommene“ deutsche Imperialismus sich seit den 1880er Jahren doch noch einen Teil der Welt, vor allem in Afrika anzueignen. Mit anderen Mächten konkurrierte das Kaiserreich um Macht und Einfluss. Dieser Konkurrenzkampf führte direkt in den 1. Weltkrieg. Die Verbrechen, die dabei in den deutschen Kolonien begangen wurden, sind großenteils vergessen und alle ungesühnt. Unsere Tagung erinnert an sie und die Interessen, denen sie dienten. Alles Geschichte, „Schnee von gestern“? Das heutige Deutschland leistet doch Entwicklungshilfe und müht sich, wo immer es interveniert, z.B. in Mali, für Menschenrechte und Frieden? Wir kratzen an diesem Bild. Und entdecken dabei, ungeachtet sehr veränderter Bedingungen, Kontinuitäten: was die Interessen, was die Konkurrenten, selbst was die Methoden angeht. Es referieren: Dr. Reiner Zilkenat (Berlin) – zur deutschen Flotten- und Kolonialpolitik um 1900 im Kampf um den „Platz an der Sonne“ Georges Hallermayer (Sarreguemines) – zu Grundzügen der deutschen Kolonialpolitik am Beispiel Ostafrikas Jörg Kronauer (London) – zum deutschen Neokolonialismus Senfo Tonkam (Mitglied der Black Community Hamburg) – zu den Folgen der neokolonialen Politik für die Menschen Afrikas Die Tagung findet am Samstag, 16. Juni 2018 von 10 – 17 Uhr in der Kaffeewelt in der Böckmannstr. 3-4 (St. Georg) statt. Die Teilnahmegebühr ist 12€ (Mittagsimbiss inkl.), ermäßigt 8€, Anmeldung ist erwünscht an info@marxistische-abendschule.de Hier die Facebook-Veranstaltung:...
70 Jahre Israel

70 Jahre Israel

Gestern vor 70 Jahren wurde der Staat Israel gegründet, dieser Tag war für viele Menschen nach dem Holocaust ein Tag der Freude. Doch mit diesem Tag ist für viele PalästinenserInnen auch die Ermordung zehntausender und systematische Vertreibung von mehreren hunderttausenden Menschen verbunden. Die Verlegung der US. Botschaft nach Jerusalem hat wieder mal deutlich gemacht, dass in Israel Tatsachen geschaffen werden, die eine Zweistaatenlösung unmöglich machen. Hinzukommt die Besiedelung in der Westbank, die aktuell so zerstückelt ist, dass kein eigenständiger Staat dort möglich sein wird. Die Situation in Gaza sieht noch schlechter aus. Einer der dichtbesiedeltsten Orte der Welt ist hermetisch abgeriegelt und den Menschen fehlt es an allem. Die palästinensiche Autonomiebehörde ist durch Korruption und Vetternwirtschaft handlungsunfähig und von dem israelischen Staat in allen Fragen abhängig, dadurch ist sie nicht in der Lage im Interesse der Bevölkerung zu handeln. Außerdem wurden diese Teile der Region in wirtschaftlicher Unterentwicklung und so in Abhängigkeit gehalten, dass eine selbstständige Lokalökonomie sich nicht entwickeln konnte. Gleichzeitig entwickelt sich die Gesellschaft in Israel immer weiter nach rechts und Rechtsradikale bilden schon seit Jahren die Regierung. Die israelische Linke ist kaum noch vorhanden und ihre Persönlichkeiten werden aus dem Land gemobbt. Die Zukunft sieht düster aus und die israelische Gesellschaft befindet sich in einem selbst geschaffenen Scheideweg, da sie in den letzten Jahrzenten die Zweistaatenlösung unterminiert hat. Wenn sich dieses Land nicht in einen offenen Apartheidsstaat entwickeln will, muss es den PalästinenserInnen die gleichen Rechte geben und verliert damit langfristig seinen „jüdischen“ Charakter. Die letzten Tage sprechen eher für...

Klassenfest Aftermovie

Als Dankeschön ein kurzer Aftermovie zum Klassenfest vom 5.Mai, an dem wir den 200. Geburtstag von Karl Marx gebührend feiern konnten. Wir haben gezeigt, dass wir sowohl am 1.Mai eine Gegenmacht auf die Straße bringen konnten, als auch am 5.Mai eine Gegenkultur.. Besonderen Dank an dieser Stelle an alle Helferinnen und Helfer, welche an den Info und Getränkeständen trotz Hitze und großem Andrang die Leute weiter versorgt haben. An alle die sich um die Technik gekümmert haben, die Künstler und Besucher ebenfalls, welche teilweise extra von weither angereist sind....
1. Mai 2018 – Bericht aus Hamburg & Köln

1. Mai 2018 – Bericht aus Hamburg & Köln

Hier sind unsere Berichte zu dem 1 Mai 2018. Einmal von unseren GenossInnen des Roten Aufbau Hamburg welche die revolutionäre 1 Mai Demo in Hamburg organisiert haben. Der zweite Berichtet ist von den GenossInnen des Roten Aufbau Rhein/Ruhr die zusammen mit dem internationalistischen Block auf der DGB Demo in Köln mitgelaufen sind und danach auch einen Stand auf der Abschlusskundgebung hatten. 1 Mai in Hamburg Wir bedanken uns bei den vielen HelferInnen und den etwa 3.000 Menschen auf der revolutionären 1. Mai Demonstration unter dem Motto „Kapitalismus – immer noch scheiße!“. In diesem Jahr sind wir zum ersten Mal vom Hauptbahnhof nach Wandsbek gezogen. Ziel war es in Wohnviertel zu laufen, wo die radikale Linke nicht aktiv ist, um so den Menschen unsere Inhalte zugänglich zu machen. Der feministische und auch die anderen Blöcke waren ziemlich laut und haben verschiedene Auswüchse des Kapitalismus kritisiert. Neben verschiedenen Reden wurden Flugblätter, 1.Mai-Zeitungen (Perspektive Kommunismus) und unsere Einführungsbroschüre zum Marxismus verteilt. Die Cops waren mit einem riesigen Block vorne und hintern vertreten, wir gehen davon aus, dass sie gegen das neue Polizeigesetz in Bayern demonstriert haben, dies wurde leider nicht deutlich. Außerdem haben sie sämtliches Spielzeug aufgefahren, aber sich eigentlich eher defensiv verhalten. Einzelne Böller wurden geworfen und es gab leider auch vereinzelt Festnahmen. Nach unseren ersten Einschätzungen war die Größe der Demonstration ein Erfolg, auch war sie dieses Jahr politischer als die Jahre zuvor, es gab mehr Schilder und es wurden viele Themen aufgegriffen. Im nächsten Jahr wollen wir weiter experimentieren, damit wir noch mehr werden und unsere Inhalte besser vermitteln können! Wir bedanken uns insbesondere bei den auswärtigen Strukturen für ihre...

Marxistische Einführung – Broschüredownload

Einleitung Karl Marx ziert wieder sämtliche Titelblätter. Zu seinem 200. Geburtstag hat seine Geburtsstadt Trier sogar einen Marx als Ampelmännchen kreiert. Sozialdemokraten aller Couleur feiern ihn für seinen scharfsinnigen Blick auf die Gesellschaft und ganz einfach Gestrickte sehen in ihm nur einen der größten Deutschen. Marx wird salonfähig gemacht, weil sie es nicht schaffen ihn und seine Lehre auf den Müllhaufen der Geschichte zu verbannen. Deswegen soll Marx als gutes Gewissen und Kritiker eines zügellosen Kapitalismus vermarktet werden. Dafür wagen sie einen Drahtseilakt und kappen die revolutionäre Spitze seiner Lehre. Marx war aber nicht nur Kritiker des Kapitalismus, sondern hat sich sein Leben lang für seine revolutionäre Überwindung eingesetzt. Unser Ziel ist eine Gesellschaft, in der die Produktionsmittel nicht länger im Besitz einer Minderheit sind, die sich den Mehrwert aneignet und so die Lohnabhängigen ausbeutet. Die Perspektive liegt in einer kommunistischen Gesellschaft, in der die Produktion nicht dem Profit, sondern den Bedürfnissen dient und die Herrschaft des Menschen über den Menschen abgeschafft ist. Diesem Ziel kommen wir nicht näher, wenn wir vereinzelt kämpfen. Deshalb müssen wir uns organisieren. Für den revolutionären Kampf ist es außerdem notwendig, dass wir die theoretische mit der praktischen Arbeit auf Basis eines proletarischen Klassenstandpunkts verbinden. Reine Theorie bleibt nur abstrakte Kritik, reine Praxis bleibt ziellos. Diese kleine Einführung kann in solch einem Format nicht vollständig sein, wir wollen euch nur einen groben Einblick in den Marxismus geben und euch für das weitere Studium begeistern. Es wird vieles vereinfacht und damit zum Teil auch verkürzt dargestellt, daher laden wir euch ein, mit uns gemeinsam die kommunistische Theorie zu erforschen und ggf. weiterzuentwickeln. 4 Wir haben...
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