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Grußwort zum 1.Mai

Wir grüßen euch herzlich aus dem hohen Nord, aus Hamburg. Vor allem Grüßen wir unsere Freund:innen und Genoss:innen in den Knästen, welche heute am 1.Mai nicht mit uns auf der Straße sein können. Findus, Lina, Dy, Jo und die vielen türkischen und kurdischen Linken in den Knästen der deutschen Klassenjustiz. Der deutsche Staat schlägt wieder auf uns Revolutionär:innen und Antifaschist:innen ein, weil sie uns schwächen wollen. Schwächen wollen sie unsere Bewegung, indem sie auch gezielt unsere Organisationsstrukturen zerschlagen wollen. Gegen uns, dem Roten Aufbau Hamburg läuft grad ein sogenanntes §129-Verfahren. Dieser Paragraph ist ein Element der bürgerliche Gesinnungsjustiz, konkrete schwere Straftaten können sie den jeweiligen Einzelpersonen nicht nachweisen, deswegen versuchen sie unsere Gruppe als kriminell bzw. terroristisch zu brandmarken, um dann alle Personen, die sie uns zuordnen darüber strafrechtlich verfolgen zu können. So werden legale Aktionen, wie die Teilnahme an Demonstrationen, zu Straftaten, weil sie mit unserer Gruppe in Bezug gesetzt werden. Dieser Staat bezweckt mit diesem Angriff also unsere Organisierung anzugreifen.

Sie wollen damit unsere verbindliche und kontinuierliche Arbeit unterbinden. Dabei wissen wir alle, dass von unserer Bewegung aktuell keine konkreten staatsgefährdenden Aktionen ausgehen. Sie bereitet sich aber auch auf zukünftige Auseinandersetzungen vor. Wenn also die Verhältnisse sich verschärfen und unsere Klasse sich widersetzt, dann können wir als Bewegung eine reelle Gefahr werden. Mit unserer täglichen Praxis haben wir Wissen und Strukturen aufgebaut, die dann im Stande sind durch Impulse eine Bewegung auch tatkräftig zu unterstützen und wohl möglich auch Kämpfe dann zu zuspitzen. Wir Kommunist:innen beziehen uns auf die Arbeiter:innenklasse nicht aus einem komischen Fetisch oder Vorliebe, sondern weil wir wissen, wie die Arbeit unser gesamtes Leben bestimmt und wir genau daran Mehrheiten gegen diese Verhältnisse organisieren können. Genau davor haben die Herrschenden aber Angst, dass wir kontinuierlich unseren Wissens- und Erfahrungsschatz ausbauen und dann konkret in Klassenkämpfe eingreifen. Deswegen ist auch eine bundesweite Organisierung so wichtig, weil wir dann die Möglichkeit haben, aus einem größeren Pool an Know-Hows uns zu bedienen und auch aus den gemachten Fehlern von anderen zu lernen. Lokal sind viele Strukturen gefangen, die gleichen Fehler immer wieder zu machen, weil man im Workflow stets die Scheuklappen der Tagespolitik hat. Auch überleben die meisten Strukturen nur einige wenige Jahre und so gehen ihre Erfahrungen verloren. Erst eine bundesweite Struktur schafft ein kollektives Bewusstsein, welches im Stande ist bewusst Kräfte freizusetzen um die lokalen Strukturen tatkräftig zu unterstützen. Nur so können wir bewusst Kämpfe verbinden. Die letzten Jahre zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Während unverbindliche Gruppen und Bündnisse aufgeben oder in die Sozialdemokratie abrutschen, wachsen die Projekte aus dem revolutionären Spektrum. Dies sieht man auch, an den vielen revolutionären 1.Mai Demonstrationen und Aktionen überall in diesem Land!

Genoss:innen während der Staat auf Vereinzelung setzt und die Repression vor allem Einzelne trifft, müssen wir kollektive Antworten darauf finden. Wir sollten die Lasten auf viele Schultern verteilen, damit Individuen nicht wegbrechen. Es ist keine Option aufzugeben und sich in diesem System einzufinden, weil dies wieder nur Einzelnen möglich ist, während viele immer verlieren werden. Wenn der Staat uns angreift, werden wir unseren Kopf nicht senken und aufgeben, es ist unsere Pflicht weiterzukämpfen, aus den gemachten Fehlern zu lernen, besser zu werden und mehr zu werden. In Zeiten von Krise und harten Repressionsschläge wollen wir euch Mut machen!

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Menschen mit den Verhältnissen unzufrieden sind und sich nach einer anderen Welt sehnen. Wir müssen die Herzen dieser Menschen mit unseren Ideen entflammen. Wir hoffen nicht auf eine andere Welt, sondern kämpfen täglich dafür. Dies unversöhnlich mit Staat und Kapital, denn es sind nicht die kleinen Dinge, die wir ändern müssen. Sondern das große Ganze läuft falsch. Der Kapitalismus an sich ist das Problem. Nur eine sozialistische Gesellschaft kann ein menschenwürdiges Leben für alle auf dieser Welt noch sichern. Deshalb lasst uns weiter kämpfen und unsere Seite im Klassenkampf immer weiter aufbauen. Ihrer Herrschaft setzen wir so unsere Gegenmacht entgegen und ihren Knüppeln unsere Solidarität!

Für ein revolutionären Aufbauprozess!

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